Unsere Mitarbeiter haben das Wort

Ausbildung Metzger

Die Azubis Toni und Jesse im Interview

Beide Azubis hier im Interview sind seit August 2017 in der Ausbildung zum Fleischer/Metzger. Aktuell läuft das 3. Ausbildungsjahr, das im Sommer 2020 mit der Gesellenprüfung endet.

Hallo Jesse, hallo Toni.

Schön, dass ihr ein paar Fragen zur Berufsausbildung bei der Metzgerei Braun beantworten wollt. Als erstes würde mich interessieren:
Wie kam es eigentlich zu eurem Berufswunsch Fleischer/Metzger?

Jesse:
Also ich habe 2x ein zweiwöchiges Praktikum hier bei der Metzgerei Braun absolviert – und danach hat es sich dann so angeboten.
Außerdem war schon mein Opa Metzger und meine Mama hat immer gesagt, “tritt doch in seine Fußstapfen!”

Toni:
Mein Papa hat schon hier bei der Firma Braun gearbeitet und ich habe öfters mal am Wochenende mitgearbeitet. Dann habe ich mir gedacht, dass es doch ganz gut hier ist, und ich bin eingestiegen – ich kann jetzt sagen: macht Spaß, super Leute – witzig und speziell.

Was genau macht alles Spaß?

Jesse:
Der Job ist sehr abwechslungsreich, und man ist komplett dabei, bei der Produktion der Lebensmittel. Man weiß, was man auf dem Teller hat und es schmeckt auch noch gut dazu, definitiv!

Toni:
Es gibt viel zu tun, es wird nie langweilig. Gute Kollegen, gute Arbeitsmoral, und tolles Team.

“Wir unterstützen uns auch alle gegenseitig, sind sehr kollegial, man nimmt sich auch gegenseitig mit, wenn jemand kein Auto oder Führerschein hat, Konken ist ja nicht gerade so zentral”.

Jesse arbeitet in der Wurstküche, Zubereitung und überall wo er gebraucht wird. Toni ist mehr beim Ausbeinen und in der Zubereitung eingesetzt. Beide erzählen ganz stolz, dass sie den Hilfskräften schon zeigen, was zu tun ist

Jesse arbeitet in der Wurstküche, Zubereitung und überall wo er gebraucht wird. Toni ist mehr beim Ausbeinen und in der Zubereitung eingesetzt. Beide erzählen ganz stolz, dass sie den Hilfskräften schon zeigen, was zu tun ist

Was würdet ihr sagen ist das Besondere an einer Ausbildung bei der Metzgerei Braun:

“Man durchläuft das gesamte Berufsspektrum, wird überall eingesetzt.” Schön finden beide auch, dass man bei Braun Mitarbeiterrabatt bekommt, (Lieblingsprodukte sind Rumpsteak, und Beef Jerkey). Braun ist sehr bekannt in der Region, da ist man schon stolz hier zu arbeiten.

“Wenn man will, kann man bei Braun alles machen, was man daraus macht ist jedem selbst überlassen“, meint Jesse.

“Die Schule ist in Kaiserslautern, da sind wir Montag und Donnerstag. Die Berufsschule ist absolut machbar, man muss zwar dranbleiben, aber es ist alles zu packen. Selbst wenn es Probleme gibt, die Ausbilder helfen immer weiter auch bei schulischen Problemen”.

Was gibt es noch zu sagen?

Arbeitsbeginn ist um 5 Uhr, fertig sind wir dann, wenn alles fertig ist, vielleicht mal 13 Uhr es kann aber auch 14 Uhr werden… wir haben früh Feierabend. Frühstückspause ist gegen 7, Mittagspause um 12 Uhr. Das alles findet in der Firmenkantine statt. Ach,… und die Arbeitskleider werden im Betrieb gewaschen.

“Wer Interesse hat soll doch mal ein Praktikum machen und einfach mal reinschnuppern. Man hat hier gute Kollegen, das betonte Toni immer wieder. Wir haben viel Arbeit, aber man merkt oft gar nicht, wieviel Uhr es ist, und dass man so viel Arbeit hat, die Zeit vergeht wie im Flug. Es läuft einfach so alles.”

Beide möchten, wenn es funktioniert nach der Prüfung bei Braun bleiben. Etwas Fuß fassen und dann vielleicht den Meister machen meint Toni… Beide würden sofort den Beruf wiederwählen.

Toni, Jesse – vielen Dank für eure Zeit

Was sie schon immer über „Grumbeerworschd“ wissen wollten…

… und selbstverständlich auch zu fragen wagten – ein Bericht  über die Erfahrungen, die unsere Mitarbeiterinnen Anaida Jeghyan und Layla Hasanova während der Ausbildung in unserer Firma  machen konnten.

Die gute Nachricht zuerst – die beiden fühlen sich richtig wohl in unserer Firma, beide in Kusel, Anaida in der Filiale in der Bahnhofstraße, Leyla in der Fußgängerzone. Und das, obwohl beide vor 4 Jahren aus gänzlich anderen Kulturkreisen nach Deutschland gekommen sind und in ihren Heimatländer Armenien und Aserbaidschan ganz anderen Berufen nachgegangen sind.

Gut gefällt ihnen das Miteinander in ihren Filialen, der Kontakt zu den Kunden und vor allem die große Hilfsbereitschaft der Kollegen und Kolleginnen.
Das war für beide eine entscheidende Erfahrung. „Der erste Eindruck in der Metzgerei war für mich tatsächlich zuerst mal befremdlich“ meint Layla im Nachhinein. Die Art der Warenpräsentation kannte ich nicht – in einer Metzgerei in Aserbaidschan gibt kein portioniertes Fleisch wie hier und auch die Vielfalt an Wurstsorten ist dort nicht zu finden“. Ähnlich sieht das auch Anaida.

„Es gab viel zu lernen – und  trotz einiger Hürden, die wir meistern mussten, haben wir es geschafft, in einem neuen, interessanten Beruf Fuß zu fassen – und das verdanken wir nicht zuletzt der Unterstützung unserer Kolleginnen“!
Bei uns in Deutschland angekommen sind die beiden Damen mittlerweile auch. Besonders gut gefällt ihnen das geregelte Leben, die Meinungsfreiheit und auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau – offensichtlich wahrnehmbare Unterschiede zu den Heimatländern.

Mindestens einen Wermutstropfen scheint es allerdings doch zu geben. Nachdem die beiden ziemlich stolz darauf waren endlich zu wissen was Kartoffelwurst ist, gab es einen Kundenwunsch nach –  Grumbeerworschd…